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MEMBRAN

 

Eine Membran in Funktionsbekleidung zeichnet sich im Allgemeinen dadurch aus, dass sie winddicht und bis zu einem gewissen Grad wasserdicht ist, während sie im Gegensatz zu den früher oft üblichen Gummierungen gleichzeitig eine gewisse Durchlässigkeit für den durch Transpiration des Körpers entstehenden Wasserdampf im Inneren der Bekleidung, die sogenannte Atmungsaktivität, bietet.

WASSERDICHTE: 10.000 mm/24 Std
Der Wert für für Wasserdichte wird mittels Wasserdruck (hydrostatischer Druck) gemessen und als sogenannte "Wassersäule" angegeben. Dafür wird auf die Außenseite des Stoffes ein Zylinder gesetzt und peu à peu mit Wasser gefüllt (peu à peu ist sehr
unwissenschaftlich gesagt. Es gibt zwei Normen, nach denen pro Minute jeweils unterschiedliche Mengen an Wasser zugefügt werden). Eigentlich wird dabei die Dauer gemessen, bis der dritte Tropfen an der Oberseite des Stoffes entsteht, und in Verhältnis zu der Höhe der dann vorhandenen Wassersäule, in Millimeter gemessen, gesetzt.

Vereinfachte Darstellung der Funktionsweise einer wind- und wasserdichten Membran, wie sie typischerweise in Outdoorbekleidung genutzt wird.

 

Für Stoffe aus dem Funktionsbekleidungsbereich hat sich allerdings eine Angabe für 24 Stunden durchgesetzt, sodass man annehmen kann, es wird festgestellt, bis zu wieviel Millitmetern die Wassersäule über einem Stoff / einer Membran in 24 Stunden ansteigen kann, bis sich der besagte dritte Tropfen zeigt. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in St. Gallen in der Schweiz legt dabei für die Bezeichnung "wasserdicht" einen Wert von 4000 mm fest. Da bei diesem Wert prinzipiell gilt, je höher, desto dichter, liegt die hier verwendete Membran mit 10.000 mm / 24Std in einem sehr guten Bereich.

ATMUNGSAKTIVITÄT: 4000 g /m2 / 24Std
Auch hier gilt im Allgemeinen, dass ein hoher Wert hohe Atmungsaktivität bietet. Allerdings ist der Begriff im Verhältnis zu den Möglichkeiten, d.h. der Funktionsweise leider irreführend. Natürlich "atmet" eine Membran nicht, sondern ist bis zu einem gewissen Grad durchlässig für Wasserdampfmoleküle. Alle Membranen arbeiten nach dem Prinzip des sogenannten Partialdruckgefälles, wie der Unterschied der Luftfeuchtigkeit innerhalb und ausserhalb der Membran bezeichnet wird. Um zu funktionieren und optimale Wasserdampfmolekül-Durchlässigkeit zu bieten, muss es also unter der Jacke, beim Körper, feuchter sein, als außerhalb. Sollte es regnen, die Jacke nass sein, kann man davon ausgehen, dass die Atmungsaktivität bestenfalls eingeschränkt ist. Weiter heißt es, dass für eine optimale Funktionsweise außerdem noch ein Temperaturgefälle von ca. 15°C notwendig ist. Im Verhältnis zur menschlichen Körpertemperatur betrachtet bedeutet dies, Atmungsaktivität kann überhaupt nur bis etwa 20 Grad Celsius Aussentemperatur funktionieren. Insofern hängt die Atmungsaktivität einer Membran nicht allein von Ihrer Durchlässigkeit sondern auch von den klimatischen Bedingen ab, in denen eine Membran getragen wird. Unter optimalen Bedingen wird ein Wert von 4000 g /m2 / 24Std mehr als ausreichend für den überwiegend alltäglichen Gebrauch einer Jacke sein. Zu diesen optimalen Bedingungen gehört dabei strenggenommen auch die entsprechende Bekleidung unter der Jacke. Naturfasern wie z.B. Baumwolle, die die vom Körper abgegebene Feuchtigkeit aufnehmen, anstatt sie weiterzugeben und die Membran sozusagen ihre Arbeit machen zu lassen, gehören nicht dazu. Deswegen sind sie im Funktionsbekleidungsbereich auch seltener anzutreffen.


 
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